Känguru

Raupen (Säuglinge) (6 Wochen bis 6-8 Monate)

Beim neugeborene Kleinkind sind über 500 Muskelpaare bereits funktionstüchtig. Jedoch dominieren bei diesem jungen Geschöpf Bewegungen, die durch vorprogrammierte Reflexe hervorgerufen werden.

Der Säugling sucht nach der Brust, kann einen Finger umfassen, der in seine Hand gelegt wird, er zuckt bei Schmerz zurück und schreit, streckt einen Arm aus, wenn der Kopf gedreht wird.

Säuglinge können bereits ihren Kopf oder Körper aufrichten, alle "Viere" von sich strecken oder die Fötuskrümmung einnehmen. Sie würden sogar Schritte machen, wenn sie unterstützt würden.

Neugebornene haben einen wichtigen Reflex welcher "Schreitreflex" genannt wird. Werden die Fußsohlen des Kindes stimuliert, so streckt es die Beine und bewegt sich vorwärts oder rückwärts, je nachdem, ob es auf dem Rücken oder auf dem Bauch liegt. Dies erklärt auch, warum Sie Ihren Säugling manchmal am Kopfende seines Bettes vorfinden, obwohl Sie ihn an das Fußende gelegt haben. Dieser Reflex bereitet Ihren Säugling auf die wichtigste Entwicklungsstufe vor: Das Krabbeln!

Auch wenn wir noch so gerne an das frühe Genie unseres Babys glauben möchten, dies sind zunächst "nur" Reflexe. Allerdings sind es jedoch gerade diese Reflexe, die die Basis für das Ausprobieren und Erlernen der Fähigkeiten bilden. Jeder Reflex hat seinen Platz in der Entwicklung Ihres Kindes. In den nächsten Monaten wird Ihr Säugling lernen, diese Reflexe zu nutzen und sie sich eigen zu machen. Diese unkoordinierten, wahllosen Refelxe werden gewollte Aktionen und bewußte Bewegungen.

Je öfter diese Reflexe angesprochen werden, umso besser wird sich das Gehirn Ihres Kindes entwickeln und somit seine Lernfähigkeit potenzieren.

-Stunden Highlights:
  • Sie werden lernen, wie Sie durch Massage, leichte Bewegungenen, Tanzen und Übungen für Kraft und Flexibilität wichtige Sinnestimulationen (akustische, visuelle und den Gleichgewichtssinn betreffend) mit Ihrem Säugling täglich durchführen können.
  • Sie werden magische, qualitativ wertvolle Zeit mit Ihrem Baby genießen. Darüber hinaus werden Sie durch die guten Gespräche mit den anderen jungen Eltern Selbstbewußtsein im Umgang mit Ihrem Säugling bekommen.
  • Die Spielgeräte sind so aufgebaut, dass Ihr Säugling es geniessen wird, bewegt zu werden.

Salamander (Kriechen/Robben/Krabbeln) (6-8 Monate bis ca. 12 Monate)

In den nächsten paar Monaten werden die Fähigkeiten der Hände Ihres Kindes sehr stark verbessert. Die Bewegungen werden immer bewusster und Ihr Kind wird anfangen sich nach Dingen, welche es "untersuchen" will, zu strecken und diese zu greifen.

Ihr Kind wird Schunkeln und sich zur Musik bewegen und damit selbst Teil des musikalischen Bewegungsspiels. Es wird anfangen Töne und Klänge zu immitieren.

In dieser Phase wird Ihr Kind anfangen, sich selbständig, zielgerichtet zu bewegen. Vielleicht wird es auch schon ohne Hilfe sitzen können. Jetzt will es alles ansehen, anfassen, fühlen, riechen und schmecken. Wir bei werden Sie weiterhin mit vielen Aktivitäten und Ideen, sowohl für das alltägliche Leben zu Hause als auch für unterwegs unterstützen. Wo immer Sie mit Ihrem Kind Spielen und Lernen wollen, werden sie geeignete Ideen haben.

Salamander-Stunden Highlights:
  • Aktivitäten während der Wundertütenzeit sind so konzipiert, dass Ihr Kind herausgefordert wird, sich bewußt zu konzentrieren und kleine Instrumente zu halten.
  • Es wird gesteigerter Wert auf Übungen gelegt, die das Körperbewußtsein, Hör- und Sehvermögen schulen. Ihr Kind wird schunkeln und sich zur Musik bewegen und damit selbst Teil der musikalischen Bewegungsspiele. Es wird anfangen Töne und Klänge zu immitieren.
  • Die Spielgeräte sind für Hüpfen, Schaukeln und Rollen, hoch und runter krabbeln von Rampen und Rutschen aufgebaut und der Parcour mit etwas schwierigeren Hindernissen versehen.

Pinguine (vom Laufen lernen bis zu 18 Monate)

Nun hat sich Ihr Kind zu einem entzückendem Lebewesen entwickelt, und es beginnt zu laufen. Während sie rumwatscheln und laufen wie Pinguine, entwickeln sie ihre Balance, ihr Körperempfinden und Körperbewußtsein.

Obwohl es eine aufregende und mit Spass erfüllte Phase ist, kann es genauso frustrierend sein, all diese neuen Fähigkeiten zu erlernen! Jetzt, da Ihr einjähriges Kind sich mehr oder weniger aufrecht fortbewegen kann, muss es das Sehen und Hören anpassen, weil es nun alles aus einer ganz neuen Perspektive betrachtet. Dies ist harte Arbeit für die Kleinen, denn alles sieht plötzlich verändert aus! Dies ist einer der Gründe, warum sich in dieser Phase die Entwicklung der Sprache noch nicht weiterentwickelt hat. Zwischen dem Alter von 12 bis etwa 18 Monaten lernt Ihr Kind eine Menge über sich selbst und seine "Welt", genauso wie über seine Gliedmassen und wie es diese benutzen kann.

In dieser Phase benutzt Ihr Kind auch immer noch beide Seiten des Körpers gleichzeitig. Beide Hände zum Fangen und Werfen von Bällen, da es immer noch bilateral (zweiseitig) ist, d.h. dass beide Seiten das Körpers als eine Einheit arbeiten.

Koalas (18 Monate bis 2 Jahre)

Kinder in der Koalagruppe haben in der Regel laufen gelernt und stärken ihre Muskeln durch viele Übungen. Sie werden immer sicherere Kletterer und experimentieren Hüpfen, Springen, Balancieren und Purzelbäume.

In diesem Alter liebt es Ihr Kind neue Dinge auszuprobieren - oftmals auch mit etwas Abstand zu den Eltern. Sie können die Leiter hoch und runter klettern und haben ein gutes Gefühl für ihren Körper und dessen Größe. Die meisten lieben es besonders durch einen Tunnel zu kriechen.

Diese Entwicklungsstufe ist bilateral, was bedeutet, dass sich beide Seiten des Körpers gleich entwickeln und in Koordination miteinander arbeiten. Mit ca. 18 Monaten haben die meisten Kinder bereits tolle Handfertigkeiten erlernt. So können sie Entfernung und Kraft kontrollieren um Gegenstände zu greifen und hoch zu heben. - Aktivitäten sind darauf abgestimmt, diese Fähigkeiten zu stärken und weiter zu entwickeln. Dies ist wichtig im Zusammenhang mit der Fähigkeit Gegenstände zur richtigen Zeit auch wieder loszulassen.

Das 2. Lebensjahr ist wichtig in der Entwicklung von Benehmen, Sprache und feinmotorische Fähigkeiten. In dieser Gruppe wird die Grundlage für den Übergang in die nächste Entwicklungsphase - die unabhängige Entwicklung der beiden Körperhälften - gelegt.

Kaninchen (2 bis 2 1/2 Jahre)

Die meisten Kinder in der Kaninchen-Gruppe sind schon "erfahren" im Klettern, Laufen, Hüpfen und Balancieren. Sie können einfach Stufen hoch und runter gehen und bereits auf einen Bein stehen.

Sie haben bereits gute Kontrolle über Ihre Muskeln und können koordiniert einen Rhytmus nachklatschen. Die Entwicklung der Hände in dieser Phase ist enorm mit gutem Gefühl für Kreide und Stifte. Sie mögen es zu puzzeln und können auch schwierigere Übungen, welche die Koordination von Auge und Hand trainieren in Angriff nehmen. Die Beweglichkeit der einzelnen Finger ist immer noch ein wenig eingeschränkt, jedoch können sie mehr und mehr Fingerspiele mitmachen.

Nun sind die Kinder bereit, die nächste Stufe der Entwicklung in Angriff zu nehmen. Das Erlernen der unabhängigen Bewegung von Gliedmassen. Sie können eine Fliegenklatsche mit einer Hand halten und versuchen, damit einen Gegenstand zu treffen ohne dabei die andere Hand mit zu benutzen! Die Spiele mit dem Ball und Kleinspielzeugen in dieser Gruppenphase erfordern viel mehr Fähigkeiten als in den letzten Gruppen.

In diesem Alter beginnen die Kinder zu imitieren. Sie lieben es z.B. Tiergeräusche nachzumachen oder Zug zu spielen. Ihre Sprache blüht geradezu auf, während die motorischen Fähigkeiten weitestgehend entwickelt sind. Sie bilden nun Sätze und können Worte immer einfacher nachsprechen.

Kleinkind-Stunden Highlights:
  • Laufen, Klatschen und Hüpfen üben. Einführung in Aktivitäten mit Zuhören und Ausführen von Anweisungen.
  • Entwicklung feinmotorischer Fähigkeiten durch Aktivitäten wie Werfen, Fangen und schlagen von Bällen, Ballons, Seifenblasen.
  • Die Geräte sind so aufgebaut, dass sie die Kleinen herausfordern. Leitern zum hoch und runter klettern, Balken zum balancieren, und viele Hänge-Geräte wie Schaukel, Trapez, Ringe und "Monkey-bars" helfen in dieser Entwicklungsstufe.

Kängurus (2 1/2 bis 3 Jahre)

Nun macht die Entwicklung Ihres Kindes große Sprünge. - Die Gefühlswahrnehmung der meisten Kinder ist bereits so gut entwickelt, dass die Windel der Vergangenheit angehört.

- Stunden für diese Altersklasse sind auf die Entwicklung der Gefühlswelt und der konsequenten Einführung der Lateralisation (Seitigkeit) ausgerichtet. Aus diesem Grund wird bei allen Hand- und Fußübungen darauf geachtet, dass diese mit nur einer Seite ausgeführt werden. Viele Kinder entwickeln ihre bevorzugte Seite in diesem Jahr, die dann bis zur Vorschulzeit etabliert sein wird.

Bei vielen Kindern entwickelt sich nun die Sprache grenzenlos weiter. Deswegen werden alle Übungen und die damit einher gehenden Anweisungen komplexer, um die audiovisuelle Entwicklung (Zuhören und visuelles Gedächtnis), welche für das Überleben in der Schule notwendig sind, zu fördern. Wiederholung ist, wie in allen Lernphasen, das "A" und "O" für die weitere Entwicklung.

Känguru-Stunden Highlights:
  • Die Entwicklung einer/s bevorzugten Hand/Fußes wird gefördert.
  • Einführungen von Übungen, bei denen das Kind die Körpermittellinie überschreiten muß.
  • Übungen die Anweisungen benötigen werden komplexer um die audiovisuelle Entwicklung zu fördern.

Possums (3 bis 4 Jahre)

In diesem Stadium ist es wichtig das Einfühlungsvermögen und die Lateralisation (Seitigkeit) durchgehend in den - Stunden fortzuführen - insbesondere für Kinder die hier weiterer Unterstützung bedürfen. Es werden mehr und mehr Übungen angeboten, die gegenüberliegende Gliedmaßen betreffen (Überkreuzmuster). Hierbei wird eine Seite des Körpers durch das Benutzen des gegenüberliegenden Armes oder Beines ausbalanciert, wie z. B. beim Werfen, Laufen, Gehen, Marschieren. Diese Übungen entwickeln auch die höheren Ebenen des Gehirns und die Koordination in Vorbereitung auf die letzte Phase der Vorschulzeit.

Emus (4 bis 5 Jahre)

Mit vier Jahren sind die meisten Kinder in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und gewinnen schnell Selbstvertrauen in neuen Situationen. Kinder sind sehr unterschiedlich veranlagt. Dies wirkt sich auch darin aus, wie sie mit der "Schule" zurecht kommen. Diese Fertigkeit ist nicht eine Frage des Alters oder der Intelligenz, sondern eine Frage der Integration des zentralen Nervensystems. Die Fähigkeit des Gehirns, sich an Verhaltens- und Bewegungsmuster, Geräuschsequenzen und das Aussehen und Anfühlen von Gegenständen zu erinnern ist hier von großer Bedeutung. Erfolgreiche Veranschaulichung (Visualisierung) ist der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen!

Ein Vierjähriger, der bereits gut springen kann, wird schon bald darauf auch einen Ball dabei fangen können. Weiterhin werden ihn Hängegeräte begeistern. Das Bewegen einzelner Gliedmassen vorwärts und rückwärts auf Zuruf wird während dieser Phase erlernt werden.

Aufgaben und Spiele bei denen ein oder mehrere Gliedmassen die Körpermitte überschreiten sollen, sollten keine Schwierigkeiten mehr hervorrufen. Die meisten Kinder in diesem Alter haben eine bevorzugte Hand entwickelt und schießen einen Ball mit einem bevorzugtem Fuß. Fingerspiele sind sehr beliebt und sind eine gute Möglichkeit Fingerfertigkeit zu trainiren, welche für einen guten Griff eines Stiftes wichtig ist. Dies wiederum erleichtert Ihrem Kind das Schreiben lernen.

In dieser Zeit mögen die Kinder, gefördert durch ein ausgeprägteres Verständnis für Formen und Bilder und der Möglichkeit sich diese zu merken und zu Visualisieren, auch gerne zeichnen. Neue Farben und Formen kennen zu lernen macht Spass und verbessert die Konzentration Ihres Kindes deutlich.

Die Fähigkeit zu Balancieren ist nun schon sehr gut entwickelt. Ihr Kind hat ein besseres Körper- und Raumgefühl. Es kann sich rhythmisch zum Takt der Musik bewegen. Erstaunlich ist auch das Gedächtnis für Sprachsequenzen und Musik. Es hört aufmerksam bei längeren, komplexen Geschichten zu, stellt sich bildlich vor was dadrin passiert und kann bereits Fragen in längeren Sätzen beantworten.

Verkleidungsspielchen sind bevorzugte Beschäftigungen. Rollenspiele sind wichtige Bausteine der intelektuellen Entwicklung, weil sie auch eine gute Visualisierung und Vorstellungskraft benötigen.

Zusammenfassend sei erwähnt, dass Sehvermögen, Bewegung, Balance, Körper- und Raumgefühl, Rhythmus, Kommunikation und Verhalten während dieser Phase ausgeführt und vollständig genutzt wird.

Vorschulzeit-Stunden Highlights:
  • - Stunden sind in Bezug auf auf Wahrnehmung, Rhythmus, audiovisuelle Entwicklung und fein- & grobmotorische Fähigkeiten stärker strukturiert.
  • - Stunden beinhalten Zählen, Gedächtnisspiele und Übungen zur Vorstellungskraft.
  • Übungen sind darauf ausgerichtet, den Kindern beim Erlenen von verschiedenen Dingen (in Gruppen arbeiten, sich anzustellen, einem Leiter zu folgen,...) zu helfen.
  • Eltern älterer Kinder sollen sich bei den Aktivitäten ihrer Kinder bewußt im Hintergrund halten. Dies fördert die Selbständigkeit und hilft, Selbstbewußtsein zu erlangen.